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NexoFlow Produktionsplanungs Optimierer. Flow instead of freeze-up.

Fahrzeugproduktionen optimieren: Verbesserung der User Experience mit NexoFlow
NexoFlow ist ein Enterprise System zur Optimierung der strategischen Produktionsplanung eines Automobilherstellers. Dieses Projekt umfasste den vollständigen Neuaufbau dieser Software mit dem Ziel, zwei Systeme zu vereinheitlichen, die Effizienz zu steigern und die Fehleranfälligkeit zu minimieren.
Herausforderung
Die Ausgangslage war geprägt von einer enormen operativen und technischen Komplexität: Die manuelle Pflege bestehender Tabellen war extrem aufwendig, fehleranfällig und kostete wertvolle Zeit bei jeder Änderung. Da die unterschiedlichen Unternehmensbereiche mit völlig isolierten, kaum kombinierbaren Workflows arbeiteten, ließen sich Daten nur schwer zusammenführen. Die Kernherausforderung bestand darin, die Nutzerbedürfnisse nach einer intuitiveren Bedienbarkeit mit den geschäftlichen Zielen nach maximaler Effizienz zu vereinen. Erschwert wurde dies durch die fachliche Komplexität des Projekts: Wir mussten zwei Teams und deren Bereiche zusammenbringen, die in ihren Prozessen an vielen Stellen stark gegensätzliche Vorstellungen hatten. Um den tiefgreifenden fachlichen Anforderungen gerecht zu werden, reichten Standardlösungen nicht aus – das Interface erforderte die Konzeption zahlreicher Custom Components.

Vorgehen
Um der hohen Komplexität gerecht zu werden, basierte unser Arbeitsablauf auf dem Human-Centered Design (HCD) Prozess. Den Einstieg bildeten qualitative Nutzerinterviews und fokussierte, kleine Workshops, um die tatsächlichen Erfordernisse der verschiedenen Bereiche präzise zu erheben. Ein entscheidender Faktor war zudem das direkte Beobachten der Nutzer in ihrem täglichen Workflow (Shadowing) – so konnten wir versteckte Potenziale und unbewusste Pain Points aufdecken, die in Gesprächen oft unerwähnt bleiben. Die anschließende Konzeptionsphase verlief iterativ: Ausgehend von ersten Low-Fidelity-Entwürfen holten wir kontinuierlich Feedback ein, optimierten das Konzept, und überführten es schließlich in detaillierte High-Fidelity-Designs. Die kontinuierliche Machbarkeitsabsprache mit den Entwicklern stellte zudem sicher, dass die erarbeiteten Lösungen sowohl fachlich als auch technisch umsetzbar waren. Im Handover und der Implementierung standen wir den Entwicklern zur Seite wenn es fachliche oder nutzerzentrierte Fragen gab.



Kontext & Anforderungen
Dieses Enterprise-System operiert in einem hochkomplexen Umfeld, das von tiefen hierarchischen Strukturen und Verzweigungen geprägt ist. Die zentrale Aufgabe bestand darin, eine Lösung zu schaffen, die die komplexen fachlichen Ebenen – von globalen bis zu operativen Einheiten wie einzelnen Produktionslinien – nahtlos abbildet und steuerbar macht. Daraus ergaben sich klare funktionale und gestalterische Anforderungen an das Design: Hierarchische Navigation & Orientierung: Nutzer müssen mühelos zwischen Übersichten und Detailebenen wechseln können, ohne den Kontext zu verlieren. Dies erfordert eine durchgängige Informationsarchitektur. Beherrschung von Datendichte: Riesige Datenmengen und komplexe Tabellenstrukturen müssen so aggregiert und visuell aufbereitet werden, dass sie schnell scanbar sind, um Engpässe zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Rollenbasierte Workflows: Da sehr unterschiedliche Teams das System nutzen, muss das Interface flexibel genug sein, um für die unterschiedlichen Teams die relevanten Informationen anzuzeigen.





Visuelles Design
Fazit / Resüme
Das Ergebnis unserer Arbeit ist ein System, das es schafft, die Daten und Workflows unterschiedlicher Teams zusammenzuführen, die User zu unterstützen und die Arbeitszeiten deutlich zu verkürzen. Heute gilt das System als single-source-of-truth für die Aufgaben der strategischen Produktionsplaner. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Endnutzern und das iterative Vorgehen konnten wir ein System aufbauen, das von seinen Nutzern verstanden und genutzt wird. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war, konnten wir die Nutzer davon überzeugen, Excel und Powerpoint ad acta zu legen.